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Glutenfreies Mischbrot

von Joana Foodreich

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Da es beim Einkaufen immer schwierig ist, ein gutes und günstiges, glutenfreies Brot zu bekommen, backe ich seit einiger Zeit meine Brote selber. Dabei probiere ich immer andere Mehlkombinationen und Körner aus. Die Brote aus den Supermärkten bestehen leider zum Teil nur aus Stärke und Reismehl, aber auch viel Zucker. Reismehl hat einen sehr starken Geschmack und ich finde ihn als Hauptbestandteil im Brot nicht so lecker. Zum Backen in Kombination mit Süße passt es wiederum besser. Ich empfehle für Brote, Reismehl immer mit anderen Mehlen, wie Buchweizen, Hirse, Kichererbsen, Teff * oder Milo Mehl zu kombinieren. Sonst schmeckt es einfach nicht nach typischen Brot.

Für Dieses runde Laib, habe ich ebenfalls eine Kombination aus verschiedenen Mehlen verwendet, die ich noch so zu Hause hatte. Probiert einfach selbst mal aus, bei welcher Kombination es euch am besten schmeckt. Ganz toll vom Geschmack soll Milo Mehl (Sorghum Mehl) sein. Ich selbst habe damit noch nicht gebacken, da es in Berlin nirgends zu kaufen gibt. Es wird aber online auf einigen Seiten angeboten und ich werde es mir mal bestellen und berichten.

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Zutaten:


120g Teffmehl*
60g Stärke (Kartoffelstärke,Tapioka)
70g Braunes Hirsemehl (oder Buchweizenmehl)
130g Reismehl

2 1/2 TL Hefe  (7g)

4 EL Flohsamenschalen
3 EL gemahlende Chia Samen (optional)
1 1/2 TL Meersalz

2 EL Olivenöl
2 TL Ahornsirup (oder andere Süße)
2 1/2 Tassen warmes Wasser

Körner zum bestreuen wie Sesam und Mohn (optional)

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Und so wird’s gemacht:

1. Das warme Wasser mit der Hefe und dem Sirup für 10 Minuten aktivieren lassen.
2. In einer großen Schüssel, alle trockenen Zutaten vermischen.
3. Das Öl und die Flohsamenschalen 3 Minuten in dem Wasserhefe-Gemisch ziehen lassen.
4. Die Feuchten und trockenen Zutaten gut miteinander verkneten (Handmixer mit Knetstäben benutzen)
5. Den Teig für eine Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
6. Nochmals gut kneten und anschließend in eine runde Kuchenform abfüllen. Die Oberfläche kann dann wie bei meinem Brot angeschnitten und mit Körnern bestreut werden.

Anschließend für 60 Minuten bei 200 Grad backen.

Ich empfehle es nicht in einer Plastiktüte aufzubewahren, sonst schimmelt es nach 4 Tagen. Am besten ein sauberes Küchentuch zum einwickeln benutzen, dann hält es eine ganze Woche und kann zum Ende hin, einfach frisch aufgetostet werden.

 

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*Teffmehl

Teff ist ein winziges Getreidekorn das hauptsächlich aus Äthiopien kommt. Der Geschmack der Teffkörnchen ist mild, nussig und fast süß. Das Teffmehl hat beim glutenfreien Backen eine leicht bindet Eigenschaft, fast wie Gluten und bindet ebenso Feuchtigkeit prima. Darum eignet es sich z.B. sehr gut für Brote, Pfannkuchen oder Waffeln. Übrigens, wenn ihr ein Äthiopisches Restaurant in eurer Stadt habt, dann müsst ihr unbedingt mal eine vegetarische Platte bestellen… Die machen bezaubernde Sauerteig Fladen aus Teffmehl –  schmeckt göttlich mit den dazugehörigen Linsenpasten usw.

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5 Kommentare

Grünzeug Sonntag, der 10. Januar 2016 - 13:34

Die Mischung der Mehle in dem Brot gefällt mir sehr gut – ich habe mir vor einer Woche meine erste Packung Teffmehl gekauft (bin allerdings noch nicht dazu gekommen, es zu verbacken) und bin schon sehr gespannt, wie es sich im Brot machen wird. 🙂

Zum Reismehl: Ich finde es persönlich auch im Brot wahnsinnig lecker – gerade, weil es dem Brot einen etwas anderen Geschmack verleiht. Aber da sieht man wieder, dass Geschmäcker verschieden sind – und das ist auch gut so. 🙂

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!
Jenni

Antworten
Sharon Mittwoch, der 10. Februar 2016 - 14:02

Super! Suche schon länger nach einem Rezept für ein leckeres glutenfreies Brot!
Werd ich ausprobieren 🙂
LG
Sharon

Antworten
Berlin Food Design Mittwoch, der 10. Februar 2016 - 15:20

Ja mach das, bald kommt noch eins. Viel Spass beim backen.

Antworten
Claudia Faust Mittwoch, der 13. April 2016 - 12:43

Klingt gut, werde ich mal ausprobieren. Schau mal, ob es in Berlin ein indisches Lebensmittelgeschäft gibt, dort bekommt man Sorghum-Mehl.
LG, Alenka

Antworten
Berlin Food Design Mittwoch, der 13. April 2016 - 13:27

Danke für den Tipp, das werde ich auf jeden Fall bald tun. LG Joana

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