Schokoladenkuchen

vegan blog Berlin

Vegan und glutenfreier Schokoladenkuchen

Hier bekommt ihr endlich ein klassisches Schokoladenkuchen-Rezept für verschiedene Anlässe. Es hat eine Weile gedauert, bis das Rezept die Testphase bestanden hat und ich es optimieren konnte. Was mich an glutenfreien und veganen Kuchen immer gestört hat, ist dass sie entweder viel zu hart oder zu trocken sind. Meist wird der Geschmack durch extrem viel Zucker und Stärke erzeugt. Dieser Kuchen ist aber anders, zum einen entsteht der Geschmack durch seinen sehr hohen Kakaoanteil und zum anderen durch die reifen Bananen. Ich weiß, es gibt viele Bananen-Hasser, aber durch den intensiven Kakaogeschmack kann ich euch versichern, dass man die Bananen überhaupt nicht mehr rausschmecken kann (das habe ich mit einem waschechten Bananen-Hasser getestet). Warum schon wieder Bananen? Es ist ja bekannt, dass Bananen auch gerne als Ei-Ersatz verwendet werden; in Kombination mit den gemahlenen Leinsamen tun sie das auch hier. Ein anderer Punkt ist, dass die Bananen dem Kuchen ein unglaublich fruchtiges Kakaoaroma geben. Größtes Ziel war aber, dass der Kuchen auch noch am nächsten Tag saftig und fluffig schmeckt. Für die Fotos habe ich den Kuchen sommerlich mit Beeren und einem veganen Joghurt dekoriert.

 

Warum ist dieser vegane Schokoladenkuchen anders?

Alle Punkte im Überblick:

  • Ohne Weizen, Soja oder Mais
  • Sehr wenig Zucker
  • Wenig und dafür gesundes Fett
  • Fluffige & saftige Konsistenz
  • Auch am darauffolgenden Tag noch saftig

 

 Welche Küchengeräte benötige ich?

  • Kuchenform
  • Handrührgerät
  • Standmixer/ Pürierstab
  • Kaffeemühle
  • Küchenwaage/Messbecher

 

Vegan & glutenfreier Schokoladenkuchen

Menge: 1 Kastenkuchen

Zutaten

  • 100 g Buchweizenmehl
  • 50 g Hafermehl (Haferflocken)
  • 50 g gemahlene Mandeln (oder Mandelmehl)
  • 50 g Kakaopulver (fair+Bio)
  • 4 EL Leinsamenmehl (oder geschrotete Leinsamen)
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Natron*
  • 70 ml Kokosöl (oder Rapsöl)
  • 1 EL Apfelessig** (Bio)
  • 7 EL Ahornsirup oder 50g Birkenzucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 reife Bananen (oder 1 gekochte Süßkartoffel)
  • 200 ml Wasser

Zubereitung

  • Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen.
  • Danach das Kokosöl schmelzen, die Bananen mit Wasser im Mixer pürieren und mit dem Zucker ebenfalls in die Schüssel geben.
  • Den Teig mit einem Handrührgerät gut mixen und 5 Minuten ziehen lassen.
  • Danach den Apfelessig hinzugeben und nochmal kurz verrühren.
  • Den Teig in eine Küchenform füllen und bei 180 Grad ca. 40-45 Minuten backen.
    → ACHTUNG: Bei einer anderen Backform kann sich die Backzeit verkürzen. Den Kuchen gut abkühlen lassen, dadurch wird er fest. Die angegebene Backzeit bezieht sich auf einen Gasbackofen.

 

* Natron ist ein absolutes Zaubermittel. Es lässt schokoladige Backwaren dunkler und satter aussehen. Außerdem reagiert es auf die Säure des Apfelessigs, wodurch ein luftiger Teig entsteht.
** Bitte verwendet ausschließlich immer Bio-Apfelessig. Denn nur hier sind die gesunden und wertvollen Bakterien drin, die für den Backprozess benötigt werden.

 

 

 

vegan glutenfreier Schokoladenkuchen Rezept

 

Wie stelle ich Hafermehl her?

Hafer ist von Grund auf glutenfrei. Zwar ist das oft auf den Verpackungen nicht deklariert, da meist in der Weiterverarbeitung eine Mühle verwendet wird, die auch Weizen oder sonstiges Getreide verarbeitet. Aufgrund der Rückstände, die sich in der Mühle befinden können, dürfen die Haferflocken nicht als „glutenfrei“ verkauft werden. Im Bioladen gibt es jedoch auch glutenfreie Haferflocken, die jedoch locker 1,50€ mehr kosten. Als kleiner Nachweis: meine Mitbewohnerin hat eine Zöllakie und verträgt konventionelle Hafermilch und Biohaferflocken sehr gut. Für viele glutenfreie Rezepte wird Hafermehl gerne verwendet, da es eine tolle bindende Eigenschaft hat. Du kannst Haferflocken mit einer Kaffeemühle zu Hafermehl mahlen. Als Alternative bietet sich auch ein Hochleistungsmixer an. Hier jedoch die Flocken nur in kleinen Portionen kleinhäckseln.

Warum verwende ich Natron und Apfelessig?

Diese beiden Zutaten sind wichtige Bestandteile in der glutenfreien Backstube. Natron ist ein vielseitiges Wundermittel (werde nochmals einen Beitrag dazu schreiben), es hat zwei wichtige Anwendungen in diesem Rezept. Zum einem bekommt der Kuchen durch die Zugabe von Natron einen schönen dunklen Schokofarbton und zum anderen ist er der bessere Ersatz für Backpulver. Natron in Kombination mit Apfelessig erzeugt einen luftigen Kuchen.

Tipps:

Wer möchte, kann den Kakaogeschmack mit einer Espresso-Note noch abrunden. Hierfür einfach einen kleinen Shot (2-3 EL) gebrühten Kaffee zu dem Teig geben. Als alternatives Topping empfehle ich eine Karamellsoße aus eingeweichten Datteln, mit einem Spritzer Pflanzenmilch und einer Prise Salz.

Die Menge an Schokolade verdeckt den Bananengeschmack sehr gut. Ist dieser euch dennoch zu dominant, könnt ihr auch die Bananen weglassen und eine Süßkartoffel verwenden. Die Kombination von Leinsamenmehl und Bananen ersetzt die Eier und bindet den Kuchen. Anstelle von Leinsamenmehl können auch die Bindemittel Johannesbrotkernmehl oder Xanthan verwendet werden.

 

vegan glutenfreier Schokoladenkuchen Rezept

 

 

 

Ich finde, eingefroren sieht der Kuchen am schönsten aus :D. Da ich mit einem Gasherd backe, würde ich mich über eure Erfahrungen zum Thema Backzeit sehr freuen.

Viel Spaß beim nachbacken

Joana

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